In der Schrift „Politik” des Aristoteles, in der er Thales auch den ersten „Philosophen” nennt, findet man folgende Geschichte:
Thales’ Mitbürger machten ihm wegen seiner Armut Vorwürfe und behaupteten immer wieder, daß Philosophie zu nichts nütze sei. Thales hatte jedoch aufgrund seiner Kenntnis der Astronomie vorausgesehen, daß eine reiche Olivenernte zu erwarten war, und hatte deshalb schon im Winter gegen eine geringe Summe sämtliche Ölmühlen im Gebiet von Milet und Chios gepachtet. Zur Erntezeit hatte er sie weiterverpachtet, dadurch sehr viel Geld verdient und gleichzeitig bewiesen, daß es für einen Philosophen äußerst leicht sein kann, zu Reichtum zu kommen, wenn er es nur will. Nach Thales ist es jedoch nicht der Reichtum, den ein Philosoph anstrebt.
Diese Verbindung zwischen Theorie und Praxis - für unsere europäische Kultur ein Meilenstein - bestimmt den Wechsel der alten Denk- und Erklärungsweisen, von den Mythen und Göttern hin zur Wissenschaft.
Eben diese Verbindung ist der Kern unserer Unternehmensphilosophie. Bedingt durch den schnellen technischen Fortschritt fällt es uns allen immer schwerer, das Wesentliche an neuen Technologien zu erkennen. Unsere Aufgabe ist es, Ihnen dabei zu helfen eine Wissensbasis zu erlangen, die Sie in beruflicher Hinsicht voranbringt, Sie aber auch im privaten Bereich mit Technologien umgehen läßt, mit denen wir inzwischen sogar im Alltag konfrontiert werden.
Thales von Milet wurde ca. 624 v.Chr. in Milet geboren und starb ca. 547 v.Chr. Er gehört zur Gruppe der »Sieben Weisen«. Es läßt sich leider nicht genau klären, ob der berühmte mathematische »Satz des Thales« tatsächlich auf ihn zurückgeht. Das einzige gesicherte Datum in seinem Leben ist der 28.5.585 v.Chr.; er hatte für diesen Tag eine Sonnenfinsternis vorhergesagt. Dies wurde durch nachträgliche Berechnungen von Astronomen bestätigt.